Mediation | Mediation
14988
page-template,page-template-full_width,page-template-full_width-php,page,page-id-14988,ajax_fade,page_not_loaded,,qode-title-hidden,qode-child-theme-ver-1.0.0,qode-theme-ver-17.1,qode-theme-bridge,disabled_footer_top,disabled_footer_bottom,qode_header_in_grid,wpb-js-composer js-comp-ver-5.5.5,vc_responsive

Was ist Mediation

Mediation ist ein vertrauliches und strukturiertes Verfahren, bei dem Parteien mithilfe eines Mediators freiwillig und eigenverantwortlich eine einvernehmliche Beilegung ihres Konflikts anstreben (§1 Abs. 1 MediationsG). Sie ist ein Weg, eine individuelle auf die Bedürfnisse der Beteiligten zugeschnittene Lösung zu finden. Im Mediationsverfahren werden die Parteien dabei unterstützt, in einen konstruktiven und kooperativen Konfliktlösungsprozess zu kommen um ein interessen- und zukunftsorientiertes Ergebnis erarbeiten zu können. Anders als bei einer Delegation an Anwälte bleiben die Beteiligten eigenverantwortlich und haben die Chance in den Dialog zu gehen und im günstigsten Fall eine Lösung zu finden, welche von beiden Seiten gut geheißen wird. Das Ziel einer Mediation ist eine schriftliche Einigung, die von den Konfliktparteien unterzeichnet und dann umgesetzt wird.Hintergrund ist, dass sich herausgestellt hat, dass selbstentwickelte Lösungen immer am tragfähigsten sind.

Meist steht am Ende des Verfahrens zwar kein ‚Hurra’, aber immerhin ein ‚Ok’ für alle Beteiligten.

Mediationsarten

FAMILIENMEDIATION

> Trennungs-/Scheidungsmediation

> Jugendlichen-/Elternmediation

> Geschwistermediation

> Ambivalenzmediation

> Erbschaftsmediation

WIRTSCHAFTS-/PRAXISMEDIATION

Mitarbeiter-Mitarbeiter

Mitarbeiter-Vorgesetze

Zwischen Firmen

Zwischen freiberuflich Tätigen

Auftragnehmer-Auftraggeber

Patient-Arzt

SCHULMEDIATION

Schulleitung- Elternvertretung

Lehrer-Eltern

Schüler-Lehrer

Rolle des Mediators

Ein Mediator ist eine unabhängige  und neutrale Person ohne Entscheidungsbefugnis, die Parteien durch die Mediation führt (§1 Abs. 2 MediationsG).

Er hilft den Konfliktparteien eine einvernehmliche Lösung für ihre Probleme zu finden, indem er sich die Anliegen aller Beteiligten anhört und bei der Klärung der Interessen hilft. So unterstützt er die Parteien dabei, in einen konstruktiven Lösungsprozess zu kommen. Dabei unterbreitet er selbst keine Vorschläge und bewertet auch nicht. Vielmehr ist es sein Ziel, den Klienten dabei zu helfen ihre Kommunikation untereinander zu verändern bzw. zu verbessern. Im  Gegensatz zur anwaltschaftlichen Vertretung fördert und achtet der Mediator die Autonomie und Eigenverantwortlichkeit der Verhandlungspartner.  Er hat kein eigenes Interesse an einer bestimmten Lösung, sondern unterstützt die unterschiedlichen Wirklichkeiten (Sichtweisen) seiner Klienten. Mediatoren sind immer allparteilich und nach dem Mediationsesetz zur Verschwiegenheit verpflichtet.

Vorteile einer Mediation

‚Höre immer erst beide Seiten einer Geschichte!’

In einem Mediationsverfahren kommen immer die Sichtweisen aller beteiligten Parteien zur Sprache. Das nicht erst dann, wenn die Fronten bereits verhärtet sind und damit eine friedliche Lösung (beinahe) unmöglich geworden ist. Mediation leitet sich vom lateinischen ‚mediare’ =vermitteln ab. In diesem Verfahren geht es um das gemeinsame und vor allem friedliche Gestalten von Lösungsansätzen. Im Gegensatz zum streitbaren Verfahren sprechen hier die Beteiligten selbst und es geht um ein ‚Verstehen’, nicht um den ‚Kampf’. Somit wirkt dieses Verfahren deeskalierend und das Ringen um eine für alle beste Lösung kann gelingen. Vor Gericht gibt es meist einen Gewinner und einen Verlierer. Mediation steht nicht für Egoismus, sondern für Empathie, Konsens und Akzeptanz. Bei einer Lösung werden immer Interessen wie z.B. Gerechtigkeit, Fairness, ökonomische Sinnhaftigkeit, moralische Standards und die Konsequenzen für das Familiensystem berücksichtigt.

Dauer & Kosten

Zwar können Mediationsverfahren grundsätzlich schnell begonnen und damit zeitnah ein Konsens angestrebt werden, aber auch hier sollten Lösungen wohl überlegt sein und nicht überstürzt entschieden werden. Die Dauer einer Mediation richtet sich daher der Art und dem Umfang eines Konflikts. In einigen Fällen ist eine Kurzmediation von wenigen Stunden vollkommen ausreichend, in anderen Fällen bedarf es mehrerer Sitzungen. Für eine Mediationssitzung werden in der Regel 1 ½ – 2 Stunden angesetzt.

Das telefonische Erstgespräch zur Information über das Verfahren und zur Abklärung der nächsten Schritte ist kostenfrei.

Bitte beachten Sie, dass zur Wahrung der Neutralität bzw. aus Gründen der Allparteilichkeit während eines Mediationsmandats keine Einzelgespräche mit einer der Parteien geführt werden.

Die Kosten sind abhängig vom Feld der Mediationsarbeit und werden pro Zeitstunde abgerechnet. Eine Wirtschafts-/Praxismediation ist z.B. aufwendiger und damit kostenintensiver als ein Konflikt im familiären oder schulischen Umfeld. Nachdem die Verfahrensdauer bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung langfristiger ist, wird mit einer Mediation sicherlich der kostengünstigere Weg beschritten.